Filme des Jahres

Beste Filme 2020

Platz 5. Werner Herzogs „Family Romance LLC“

Was ist eigentlich, wenn man sich den fehlenden Vater einfach mietet? 

Der großartige Werner Herzog nimmt sich einem sozialen Phänomen in Japan an. Man möchte sagen, welchem Land sonst würde eine solche Absurdität einfallen. Hört man doch von Robotern, die alte Menschen pflegen und Videospielern, die nach 48 Stunden Dauerdaddeln vor dem Gerät verhungern. Einer der großen Highlights des leider coronabedingt spärlichen Filmjahres. Ein Film der, wie könnte es in diesen Zeiten anders sein, seine Premiere (nach der „analogen“ in Cannes) auf der Streamingplattform MUBI gefeiert hat. In seinen Zwischentönen grandios beobachtet und berührend erzählt, wie man es von Herzog gewohnt ist. In seinem Nachgang stößt einen die Thematik auf die großen Fragen. Wie wollen wir als Gesellschaft weiter funktionieren? Liegt in „sozialen“ Modellen, wie dem Mieten von Freunden oder Familienangehörigen unsere Zukunft? Absolute Sehempfehlung, gerade auch für das Q&A mit dem Regisseur, das der Premiere nachgeschaltet wurde. 

Der Film ist weiterhin auf MUBI verfügbar.


Platz 4. Sam Mendes „1917“

Verheißungsvoll hatte das Kinojahr im Januar noch seinen Anfang genommen. 

Sam Mendes One-Take-Vergnügen 1917 zeigt die Geschichte der Soldaten Blake und Schofield, die sich durch die schlammzerwühlten Gräben Frankreichs kämpfen. Ihre Mission ist es einen Angriff zu verhindern, der für mehrere Hundert Männer den Untergang bedeuten würde. Weshalb der Film unter den besten dieses Jahres nicht fehlen darf ist zwar in erster Linie formalen Gründen geschuldet. Die Illusion es handele sich um einen einzelnen Schuss haben Mendes und sein Kameramann Deakins vortrefflich erschaffen. Wenn es auch fragwürdig erscheint, Formalismus über Inhalt zu setzen – so bleibt das Ergebnis in jedem Fall sehenswert. Darüber hinaus handelt es sich aber auch ganz einfach um eine mitreissende Geschichte über Freundschaft und Mitmenschlichkeit. Auch der museale Eindruck, der dadurch entsteht, dass die Kamera jeden Winkel des historischen Schauplatzes erfasst, ist ein Hingucker. 

Der Film ist derzeit bei sky zu sehen und sonst zu leihen auf den einschlägigen Plattformen. 


Platz 3. Charlie Kaufmans „I’m thinking of ending things“

Der Satz „I’m thinking of ending things“ kann bekanntlich mehrere Bedeutungen haben. Gleiches gilt für Kaufmans Film, der hier mit seinem Drehbuch dem ihm zu Grunde liegenden Roman von Iain Reed folgt. Die Entschlüsselung des Filmtitels – soviel sei verraten – gibt einem das nötige Werkzeug an die Hand, um sich den Film zu erklären. Durch den Nebel der Erzählebenen, der Wiederholungen, der bedeutungsschwangeren Anspielungen und schlichten Unmöglichkeiten muss sich der geneigte Zuseher sodann in Eigenregie kämpfen. Charlie Kaufman – so als Typ – ist im echten Leben sogar richtig nett. So nett, seinen verzweifelten Zusehern in einem Interview das zu geben, was ihnen sein Film verwehrt hat. Die Auflösung, was diese Collage an Szenen zu einem Ganzen zusammenklebt, wie eine zerbrochene Vase. Man muss solche Filme mögen. Wenn man sich ihnen jedoch hingibt kreieren sie neben einem Knoten im Gehirn auch hervorragende und einzigartige Momente, die – ja – kleben bleiben. Also so wie bei der Vase. 

Der Film ist eine Netflix-Produktion und dort verfügbar. 


Platz 2. Pippa Ehrlichs / James Reeds „Mein Lehrer, der Krake“ 

Manchmal sind die Gründe warum ein Film so grandios ist ganz unspektakulär. Kein explodierendes Blockbuster-Budget, keine glitzernden Stars vor der Kamera. Weder eine aufwändige technische Umsetzung, noch sonst eine filmische Sensation fährt diese Dokumentation des Naturfilmers James Reed und der Regisseurin Pippa Ehrlich auf. Das Großartige liegt hier in den leisen Zwischentönen, die eine wunderbare Allegorie auf das heutige Leben zeichnen. Eines, das sich aus der Natur entfernt hat und diese eher als Bedrohung (Naturkatastrophen) oder Patienten (Klimawandel) wahrnimmt. Das wir aber weiterhin Teil dieser uns umgebenden fantastischen Welt sind erfährt Craig Foster in seiner Erzählung über eine ihm wiederfahrene, unglaubliche Freundschaft mit einem Kraken in den tosend kalten Gewässern vor Südafrika.

Der Film ist eine Netflix-Produktion und dort verfügbar.


Platz 1. Christopher Nolans „Tenet“

Nolan hat gewagt, was sonst kein Blockbuster dieses Jahr gewagt hat. In einem Sommer, in dem kaum ein Kino geöffnet hatte, ein Hunderte-Millionen-Dollar-Projekt in eben jene zu bringen. Und Nolan hat noch etwas gewagt. Den Bond-Film zu drehen, den man sich von diesem eingestaubten Franchise seit Jahren erhofft. Einen Agenten-Thriller, der nicht der immer gleiche Sonntagstatort ist, sondern neuen Wind ins Genre bringt. Mit einer abgefahrenen Erzählstruktur, nie gesehenen Effekten und einem bombastischen Soundtrack. Wer sich hier über die Komplexität oder einzelne Stilelemente – etwa Nolans kühle Distanz zu seinen/m Protagonisten – aufregt, hat das Kino bereits zu Grabe getragen. Kein anderer Film hat 2020 die Poleposition so verdient wie dieser Defibrillator-Schock für die Kinoindustrie.

Tenet ist passend zum Weihnachtsgeschäft auf Bluray und den einschlägigen Streaming-Plattformen erschienen.



Beste Filme 2019

Hallo Freunde des guten Filmgeschmacks, ich werde euch dieses Jahr die Weihnachtszeit mit einer TOP 10 meiner Lieblingskinofilme aus 2019 versüßen. Die Aktion hat weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch Korrektheit. Es geht um meine subjektive Sicht auf den Film 2019. Quasi frei nach Hitchcock: „Die Liebe zum Kino ist mir wichtiger als jede Moral“. Ich hoffe ihr habt Spaß daran und könnt für euch den ein oder anderen Tipp rausziehen. Gerne her mit Feedback! Noch ein kleiner Hinweis: Teilweise sind die Filme auch schon Ende 2018 angelaufen. Ich habe sie aber dazu genommen, wenn sie innerhalb des Jahres 2019 noch im Kino liefen und ich sie dann gesehen habe.


Platz 10 – Greenbook – 8/10

Ein Film des Regisseurs und Drehbuchautoren Peter Farrelly, der für mich vor allem eines ist: Die Geschichte einer beeindruckenden Freundschaft und Loyalität. Farrelly, der sonst eher für Klamauk wie Verrückt nach Mary und Dumm und Dümmer bekannt ist, nimmt sich hier ernsthafterem Stoff an. Immer wieder blitzen jedoch amüsante Momente durch, die dem Film seine Längen nehmen. Sehenswert nicht zuletzt wegen seiner politischen Message, wenn auch gerade zum Ende hin etwas dick aufgetragen wird. Mahershala Ali und Viggo Mortensen brillieren einmal mehr in ihren Rollen. Ersterer erhielt hierfür auch den Oscar in der Nebenrolle. Der Film selbst gewann zudem den Oscar für den besten Film und das Drehbuch.


Platz 9 – GLASS – 8/10

Das Ende der sich überraschend als Superhelden-Triologie heraustellenden Filmreihe von Regisseur M. Night Shyamalan. Diese hatte zunächst vor 19 Jahren mit dem soliden „Unbreakable“ als Einzelfilm begonnen und sich dann im Film „Split“ von 2016 – dank eines typisch shyamalesken Twist – hin zum Superheldenstoff entwickelt. Erfrischend anders, neben Marvels Einheitsbrei. Virtuos geschauspielt von James McAvoy, dem man stundenlang dabei zuschauen könnte, wie er zwischen seinen verschiedenen Rollen/Persönlichkeiten immer wieder im Sekundentakt hin- und herwechselt. Für mich definitiv ein heißer Anwärter auf den kleinen Mann in Gold dieses Jahr in Sachen Nebenrolle.


Platz 8 – DESTROYER – 8/10

Nicole Kidmans ungewöhnlichste Rolle. Regisseurin Kusama versucht das Film Noire Genre aus der weiblichen Sicht zu erzählen. Das gelingt weitgehend. Wirklich innovativ wird es dabei zwar nicht. 121 Minuten extrem dichte Atmosphäre und gute Unterhaltung kommen dabei aber allemal rum. Ein Film der sich Zeit nimmt für das was er erzählen möchte, gleichzeitig wird zum Ende hin eine enorme Spannung aufgebaut. So wünscht man sich gutes Actionkino.


Platz 7 – THE DEAD DONT DIE – 8/10

Ein Film von Jim Jarmush, bekannt für Filme wie Night on Earth oder Coffee and Cigarettes, der dieses Jahr leider komplett untergegangen ist. Als Eröffnungsfilm auf dem Filmfestival von Cannes hoffnungsvoll gestartet konnte er die kommerziellen Erwartungen leider nicht erfüllen. Sicherlich ein langsamer, ungewöhnlicher Film der nicht Jedermanns Sache ist. Dennoch absolut sehenswert. Wer etwas mit Bill Murray anfangen kann, Adam Driver knuffig findet oder einfach nur Tom Waits als abgefuckten Waldhobo sehen möchte muss hier definitiv reinschauen. Es gibt einige herrlich abstruse Szenen. So wurde das Zombiegenre definitiv noch nicht beleuchtet – von Zombieland mal abgesehen. Dabei ist dieser Film allerdings sehr viel weniger auf-die-Fresse und kommt eher über die subtil/absurde Note. Eine Hommage an das Genre und eine Liebeserklärung an den Zombiefilm.


Platz 6 – AD ASTRA – 8/10

Brad Pitt als Astronaut Roy McBride in einer größtenteils ruhigen Zukunftsvision auf der Suche nach sich selbst – und seinem Vater. Ein Film der sich gerne auf einer Stufe mit Kubricks 2001 oder Nolans Interstellar sehen würde, an diese Genregrößen jedoch nicht heranreichen kann. Zu wenig Innovation, zu unentschlossen bleibt er dabei in seinen Zielen. So mäandert er immer wieder über Genregrenzen hinaus, wirkt dabei aber eher unentschlossen als souverän. Auch Brad Pitt, der hier vielleicht seine persönlichste Rolle spielt, bleibt doch irgendwo immer Brad Pitt. Hier wäre vielleicht ein unbekannteres Gesicht effektiver gewesen. 
Dennoch sind hier einige gute Ansätze zu finden, die den Film aus der Masse der Hollywood Produktionen herausheben und die zwei Stunden immer wieder spannend halten. Letztendlich eher jammern auf hohem Niveau. Aber wenn man versucht die ganz großen Fragen zu beantworten, wirft man eben gerne mal einen genaueren Blick darauf. Trotzdem eine absolute Sehempfehlung nicht nur für Scifi-Nerds.


Platz 5 – ONCE UPON A TIME IN HOLLYWOOD – 8/10

Quentin Tarantino feiert in seinem neunten Film das Kino – und sich selbst. Vielleicht hätte der Film nicht 161 Minuten lang sein müssen. Vielleicht hätte dem Film eine Geschichte gut getan, an der sich die Handlung entlang hangeln könnte. Vielleicht wäre ein anderer Stoff als die Manson Morde, die bereits so oft besprochen wurden – zuletzt in der sehenswerten Netflix Serie Mindhunter – ein besserer für einen weiteren Tarantino gewesen. 
Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht ist es einfach genau diese Geschichte, die Angesichts der sich selbst abschaffenden Kinoindustrie nötig war und diesen Film so wertvoll macht. Man bekommt jedenfalls weitgehend das, was man sich von einem neuen Tarantinostreifen erhofft. Grandiose Dialoge, denen man stundenlang einfach nur so zuhören könnte, überraschende Wendungen – auch überraschend rohe Gewalt. Was einem hier vielleicht das Sehvergnügen erhöht ist eine Grundidee der Manson Geschichte zu haben. Ebenso des Kinos der späten 60er Jahre, damals – gesättigt von all den Epen die bereits erzählt waren – auf der Suche nach neuen Helden des Kinos waren. Letztlich eine Entwicklung, die mit dem dann aufkommenden Autorenkino uns geniale Filmmacher wie Tarantino erst beschert hat.


Platz 4 – JOKER – 8/10

Langsam geht es ans Eingemachte. Bevor wir am letzten Adventswochenende zu den TOP 3 kommen nun zum wenig beliebten 4. Platz und der Blechmedaille. Aber zu welchem Film passt die besser als zu diesem zwielichtigen Superschurken? Der Film Joker von Todd Phillips war für mich nicht der erwartet ganz große Wurf und dennoch ein Film, der aus der Masse heraussticht. Zu sehr lebt der Film jedoch von der sehr guten Performance seines Hauptdarstellers Phoenix, die einige sonstige Mängel verdeckt. Das Drehbuch beschränkt sich weitgehend darauf all das Schlechte aufzuzeigen, was dieser traurigen Figur, Arthur Fleck, in seinem Leben zugestoßen ist und verkommt so etwas zu einer bloßen Aufzählung. Und dennoch bleibt es am Ende für mich etwas unerklärlich, wie er vom bemitleidenswerten Hobo-Clown zum Serienkiller wird. Ist es nun eine Krankheit, die ihn soweit bringt? Gar die Gesellschaft? Wo der Film hinführt ist ja jedem der schon mal etwas von Batman gehört hat klar. Am Ende steht sein größter Widersacher – der Joker. Nett bleiben sicherlich die Referenzen auf die alten Scorsese Filme wie Taxi Driver und King of Comedy, die einen Hauch von New Hollywood auf die heutigen Kinoleinwände bringen. Auch der Look im allgemeinen (schön auch in analogem 35mm) hebt den Film sehr von dem zeitgenössischem Hochglanz-Superhelden-Film à la Fuck you Goethe ab. Nicht zuletzt sein überragender Soundtrack (Hildur Guðnadóttir, auch für Chernobyl bekannt) sorgen hier insgesamt für ein extrem atmosphärisches Kinoerlebnis und einen in jedem Fall sehenswerten Film.


Platz 3 – THE FAVOURITE – 8/10

Bronze geht in diesem Jahr an die herrlich höfische Dramakomödie The Favourite des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos. Bekannt geworden für seine verschwurbelten Filme The Lobster und Killing of a Sacred Deer schafft Lanthimos hier sein für mich bestes Werk bislang. Mit einem ganz eigenen Look, großartiger Ausstattung und drei Zankhennen in Höchstform (Olivia Colman erhielt den Oscar für beste Hauptrolle) sorgte der Film bei mir für zwei Stunden vorzügliche Unterhaltung. Auch Rachel Weisz und Emma Stone stehen Colman dabei in nichts nach, wie sie unnachgiebig um die Gunst der Königin Anne kämpfen. Immer wieder schafft es Lanthimos unter anderem unter Zuhilfenahme von Fisheye Objektiven ikonische Bilder zu schaffen, die man so in einem Historienfilm sicherlich noch nicht gesehen hat und die wunderbar die absurde Grundstimmung des Filmes untermalen. Kafka hätte seine wahre Freude an diesem Film, der schonungslos all die Absurditäten der Zwischenmenschlichkeit aufdeckt und am Hofgeschehen des frühen 18. Jahrhundert kein gutes Haar lässt.


Platz 2 – PORTRAIT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN – 9/10

Silber geht an den französischen Film Portrait einer jungen Frau in Flammen von Celine Sciamma. Lange habe ich hin und her überlegt. Denkbar knapp musste er sich der Nummer 1 geschlagen geben. Dennoch für mich ein nahezu perfekter Film. Ein Gemälde von einem Film. Hier stimmt jeder Blick, jeder Kamerawinkel. Wenn im Hintergrund der beiden jungen Damen sich die Wellen brechen und eine Metapher auf ihr Innenleben abgeben, im Kerzenlicht des Herrenhauses, wo nur das Nötigste erkennbar wird. Oder auch wenn die spärlich gehaltene musische Untermalung einen mitreisst, wie man es selten bei einem Film erlebt hat. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, je weniger man über das Setting und den Film weiß, desto mehr kann man sich ihm hingeben. Unbedingt auf französisch mit Untertitel schauen. Schon beim Trailer habe ich gemerkt, wie viel von der Wucht der Darstellung verloren geht, auch wenn es ein wenig anstrengend ist immer mitzulesen. Das hat der Film verdient.


Platz 1 – PARASITE – 9/10

Kommen wir nun am Heilig Abend zu Platz 1 meines diesjährigen Filmvergnügens. Ein hauchzarter Vorsprung vor Platz 2 vor allem wegen seiner gesellschaftlichen Relevanz. Der südkoreanische Regisseur Bong Joon Ho mit seinem vielleicht besten unter vielen fantastischen Filmen, die er bereits gemacht hat (okja, Memories of Murder, Snowpiercer). Hierfür erhielt er auch die diesjährige goldene Palme in Cannes. Und das vollkommen zu Recht. Dieser Film lässt sich in keine Kategorie stecken. Er wechselt zwischen absurd komischen Szenen, Spannung, bis hin zum Horror und weiß dabei über die volle Spiellänge vollkommen zu unterhalten. Grob geht es darum, dass sich eine „Unterklassen Familie“ bei einer „Oberklassen Familie“ parasitär einnistet und den Laden zu übernehmen versucht – und dann kommt doch alles anders. Auch hier gilt wieder, je weniger man weiß desto mehr Spaß hat man an jeder Wendung, die der Film nimmt.


HONORABLE MENTIONS 2019

Da wäre zum einen der offensichtliche, vermutlich auf jeder to-see-list stehende IRISHMAN von Martin Scorsese. Sicherlich nicht etwas für zwischendurch, aber wenn man mal in den Feiertagen 3,5 Stunden entbehren kann sicherlich eine Empfehlung. Üppig ausgestattet, bis ins Detail perfektioniert rundet Scorsese hier seine überragende Laufbahn als Gangsterfilmer ab.


Dann, wenn auch etwas verstörend, soll HIGH LIFE mit Robert Pattinson nicht unerwähnt bleiben. Claire Denis Film schafft es sich noch einmal aus einer ganz anderen Sichtweise mit der Psyche von Weltraumfahrern auseinanderzusetzen und einige ungestellte Fragen aufzuwerfen. Hierbei erreicht sie, was Ad Astra gerne gelungen wäre, wenn dieser auch die weitaus verträglichere Kost darstellt. 


Zu guter letzt möchte ich noch einen weiteren Film mit Robert Pattinson Film ansprechen. LIGHTHOUSE ist in Sachen Optik ein wahrer Filmleckerbissen und kommt wie ein Gemälde von einem Film daher. Gedreht mit hundert Jahre alten Filmobjektive in schwarz weiß hat er eine ganz eigene Optik. Die klaustrophobische Stimmung, die sich zwischen Pattinson und Willem Dafoe entwickelt hat man in dieser Intensität noch nicht im Kino gesehen. Dabei bleibt der Film aber auch immer wieder herrlich skurril und unterhaltsam.


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